Gutes für die Füße

Beim Wandern und Trekking tragen uns die eigenen Füße Stunden und Tage bergauf und bergab. Doch oftmals vergeht uns der Spaß: Reibung, Druckstellen und Blasen sorgen für schlechte Stimmung unterwegs, Schmerzen und auch den Abbruch so mancher Tour.

Was man vor der Tour für seine  Füße tun kann, zeigen wir euch hier:

Socken

Die Socken sind der am meisten vernachlässigte Bestandteil der Ausrüstung: Wir geben hunderte Euro für den perfekten Schuh oder die Hightech-Regenjacke aus, aber nehmen die Baumwolle-Sportsocken aus dem Discounter. Doch die Auswahl der richtigen Socken sorgt für besseren Halt, weniger Fußschweiß und dadurch weniger Reibung. Baumwoll-Socken verlieren im feuchten Zustand ihre Form, speichern die Feuchtigkeit und sorgen somit für unerwünschte Reibung – und Blasen.

Moderne Socken aus Merinowolle wie z.B. die  Südtiroler „wundersocks“ leiten die Feuchtigkeit schnell vom Fuß weg, die Dicke der Materialien sorgt für zusätzliche Dämpfung beim Abstieg und verhindert Druckstellen an den Zehen. Die vorgegebene Passform der Socken wie z.B. bei den Falke Trekking-Socken hilft auch dazu bei, Reibung zu reduzieren und den Fuß im Schuh zu stabiliseren.

Sohlen/Einlagen

Günstige Schuhe bieten zumeist nur Einlegesohlen aus dem einfachen Materialien ohne ausgeprägte Fussform. Die einfachen Einlagen halten aber der starken Belastung beim ständigen Bergauf und Bergab nicht stand, verrutschen im Schuh und rollen sich dann unter den Zehen. Dies führt zu Reibung unter den Zehen – und Blasen. Abhilfe schafft bei leichten und günstigen Schuhen eine Einlegesohle z.B. von Lowa oder Meindl. Diese bietem einerseits einen besseren Halt der Sohle im Schuh, andererseits einen besseren Sitz des Fußes im Fussbett. Somit lässt sich auch ein günstiger Schuh zwar nicht in ein Top-Modell verwandeln, aber zumindest von der Passform aufwerten und auch so Reibung zu reduzieren..

Schuhe

Bei den Schuhen gibt es verschiedene Faktoren, die zwischen Spaß und Schmerz entscheiden. Größe, Passform, Gewicht, Anwendungsbereich,…

Ein Wander- und Trekkingschuh sollte in erster Linie passen. Damit auch beim Bergab gehen ausreichend Platz für die Zehen zum Rutschen nach vorne bleibt, sollte der Schuh eine Größe größer als üblich gewählt werden. Trotzdem sollte der Schuh von Anfang an passen. Vor Allem moderne Bergstiefel mit GoreTex Membrane oder ähnlichem geben nicht mehr nach wie der klassische Lederstiefel, der erst langwierig und teils recht schmerzhaft eingetragen werden musste, dafür aber ein lebenslanger Begleiter war.

Ein zu großer Schuh lässt sich durch Einlegesohlen etwas verkleinern, ein zu kleiner Schuh aber nur mit viel Aufwand weiten, besser man wählt nach fachkundiger Beratung ein richtig passendes Modell.

Grundsätzlich gilt: Je erfahrener der Wanderer ist, desto leichter kann der Schuh gewählt werden. Ein Einsteiger benötigt aber einen festen Schuh, der den Knöchel unterstützt und im Fall der Fälle in Umknicken verhindert.

Ein weiterer Aspekt ist aber das Gewicht: Einerseits das des Wanderers, andererseits das des Gepäcks. Der Stiefel muss jeden Schritt des Wanderers „aushalten“. Für eine Mehrtageswanderung von Hütte zu Hütte wie auf dem E5 mit ca. 8-10 Kilo Gepäck tut es ein leichter Bergstiefel, während man für eine Woche in Norwegen mit rund 20 Kilo Gepäck einen schwereren Stiefel benötigt.

Hier lässt man sich immer noch am besten im Fachgeschäft beraten und probiert mehrere Modell durch, bis man das passende Modell gefunden hat.

Fußpflege

Hat man nun die passende Kombination aus Schuh und Socke für seine Tour gewählt, gilt es noch den Fuß selbst vorzubereiten:

Nagelpflege:

Die Fußnägel sollten vor der Tour nochmal geschnitten und gekürzt werden. Sonst drohen Schmerzen oder auch ein abgelöster Zehennagel.

Hornhaut entfernen

Die Hornhaut am Fuß ist eine ganz normale Sache, aber diese Hornhaut kann auch einreißen und zu schmerzhaften Rissen führen. Ein langer Abstieg macht dann keinen Spaß mehr.

Hornhaut am Fuß lässt sich auf zwei Wege entfernen: entweder auf die brutale Art mit sogenannten Hornhautraspeln aus Bimsstein oder etwas nachhaltiger mit Hornhautcreme.

Wenn es schon zu spät ist: Blasenpflaster

Ist man unterwegs und stellt fest, dass Schuh, Sohle und Socke dem Anforderungen wohl doch nicht entsprechen, ist es Zeit für ein Blasenpflaster. Und nicht erst, wenn der Schmerz unerträglich wird, sondern sobald man die Reibung spürt. Das Blasenpflaster bleibt am Fuß, bis es beginnt, sich selbst abzulösen ;-)

 

 

Autor

Thomas

Schon von klein auf viel in den Bergen unterwegs sind Wandern, Skitouren, Schneeschuhwanderungen und alles rund um die Berge meine Hobbies. Sozusagen der „Chef“ von mehr-berge.de ;-)

2 Kommentare

  1. Hey! Was auch super ist: Hirschtalg. Das schmiert man sich vor dem Wandern unter die Füße und in den Fersenbereich. Das beugt Blasen auch super vor!

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