Lawinencamps

Für den Einstieg in den Tiefschnee gibt verschiedene Möglichkeiten: Vom kostenlosen Kurs beim SAAC, Kurse beim örtlichen Alpenverein bis hin zu kommerziellen Angeboten von DAV Summit Club oder auch Jochen Schweizer… Je nach Budget dauern die Kurse von ein paar Stunden zum Einsteig bis hin zu mehreren Tagen. Besondere Vorkenntnisse sind meist nicht erforderlich, das Material (LVS-Gerät, Schaufel und Sonde) wird gestellt. Hier eine Anbieter im Vergleich:

SAAC

Der SAAC ist ein Verein aus Innsbruck, der sich seit mittlerweile 15 Jahren mit kostenlosen Camps einen Namen gemacht hat. Die Basis-Camps beinhalten einen dreistündigen Theorieteil am ersten Tag und einen Praxisteil mit erfahrenen Guides und Bergführern am zweiten Tag. Beim Theorieteil präsentieren die SAAC-Bergführer die wichtigsten Grundlagen für risikominimiertes Freeriden und Tourengehen mittels Videos und Power Point.

Zum Praxisteil gehören Übungen im Gelände:

  •  Risikomanagement
  •  Gefahrencheck
  •  Geländecheck
  •  Entscheidungshilfen
  •  Verhaltensregeln
  •  Verschüttetensuche

Wir waren vor ein paar Jahren bei einem Camp in St. Jakob im Defereggental, die Kurse werden mittlerweile aber in 27 verschiedenen Österreichischen Skigebieten durchgeführt. Die Anmeldung für die Camps ist kostenlos, das Skiticket für den zweiten Tag ist meist selbst zu zahlen. Die Anmeldung wird jedes Jahr im Oktober freigeschaltet. Die Plätze sind dann meist recht schnell vergeben, also schnell anmelden. Die Camps für die Saison 2014/2015 sind bis auf ein Camp bereits alle ausgebucht, hier die Termine und Anmeldemöglichkeiten.

Lawinencamp Bayern

Die Guides von der Alpenwerkstatt um Alexander Römer aus Holzkirchen bieten mit Ihrem „Lawinencamp Bayern“ eine Tageskurs am Spitzingsee, um den Umgang mit LVS-Gerät, Schaufel und Sonde zu üben. Als Stützpunkt dient dabei das Taubensteinhaus am Spitzingsee.

  •  Praktische Lawinenkunde zum Einsteigen und Auffrischen
  •  Ausrüstungskunde – was benötige ich wirklich?
  •  Intensive Suchübungen mit dem LVS-Gerät
  •  Präzises Sondieren und schnelles Ausgraben
  •  Erstklassiges Ausbildungsgebiet Spitzingsee

Für mehr Hintergrundwissen bietet die Alpinwerkstatt auch einen „Lawinenkurs Theorieabend intensiv“ an dem die Theorie in ein paar Stunden abends vermittelt wird. Der Termin ist ideal mit dem Lawinencamp verknüpfter und dauert von 16:30 bis 21:00 Uhr:

  •  Lawinenlagebericht richtig interpretieren und analysieren
  •  Risikoreduzierung mit der 3 x 3 nach Werner Munter
  •  Präzise Tourenplanung unter Anwendung von Check Points
  •  Lawinen-Risiko-Check unter Anwendung der SnowCard
  •  Grundlagen der Schnee- und Lawinenkunde

Weitere Anbieter:

Kurse beim Alpenverein

Der örtliche Alpenverein bietet meist auch ein LVS-Gerät-Training (für Skitourengeher und Schneeschuhgeher) als Einführung, einen Tiefschnee- oder Freeridekurs, oder auch einen Schneeschuhkurs an. Allen gemein ist zumeist die Einführung in den Umgang mit LVS und Sonde. Die Kosten beginnen dabei bei rund 30€ für den Theoriekurs, Wochenendkurse zum Freunden und Tourengehen gibt meist ab rund 80€ für Mitglieder. Auch hier gilt: Möglichst zu Beginn der Saison buchen, die Kurse sind meist schnell ausgebucht, z.B. beim DAV Eichstätt.

DAV Summit Club

Auch der DAV Summit Club bietet regelmäßig Ausbildungskurse, Tiefschnee- und Skitourenkurse an. Die Kurse beginnen dabei bei 59€ für den Eintageskurs und gehen bis zu mehreren Hundert Euros für längere Kurse.

Jochen Schweizer, etc.

Auch die üblichen Eventveranstalter haben mittlerweile Lawinentrainings, Schneeschuhtouren und Skitouren für Anfänger im Angebot. Die Qualität der Veranstaltungen ist hierbei meist nicht übel, werden die Kurse dennoch von ausgebildeten Bergführern durchgeführt. hat man etwas Glück, gibt’s unter Umständen sogar einen Privatkurs, wenn sich sonst keiner anmeldet ;-) Wer noch ein Geschenk für Weihnachten für jemanden sucht, wird hier vielleicht bei den Gutscheinen eher fündig als beim Alpenverein oder Summit Club…

Online

Wer sich daheim schon mal etwas vorbereiten möchte, findet natürlich auch Online einige Ressourcen.
Das Training mit einem Bergführer ist aber defintiv sein Geld wert und durch keinen Online-Kurs zu ersetzen!

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Autor

Thomas

Schon von klein auf viel in den Bergen unterwegs sind Wandern, Skitouren, Schneeschuhwanderungen und alles rund um die Berge meine Hobbies. Sozusagen der „Chef“ von mehr-berge.de ;-)

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