Der Hohe Freschen wirkt aus der Ferne fast unscheinbar. Vom Bodensee aus reiht er sich in die lange Linie der Vorarlberger Berge ein, ein Gipfel unter vielen. Doch wer von Ebnit aus näherkommt, merkt schnell: Dieser Berg hat zwei Gesichter.
Auf der Südseite zeigt sich der Hohe Freschen grün, weich und beinahe freundlich. Von Norden dagegen wirkt er rau und abweisend. Dunkle Felsflanken, steile Hänge und ein schmaler Grat ziehen hinauf zum Gipfel. Genau dort verläuft der Binnelgrat – eine spannende, ausgesetzte Route für trittsichere Bergwanderer.
Hoher Freschen über den Binnelgrat: Wilde Grattour über Dornbirn
Der Anstieg führt aus dem Almdorf Ebnit oberhalb von Dornbirn zunächst durch das Tal der Ebniter Ache und anschließend steil durch Bergwald hinauf zur Binnelalpe. Ab dort folgt die Route dem ausgesetzten Binnelgrat bis zum Gipfel des Hohen Freschen.
Der Binnelgrat ist abschnittsweise schmal und luftig. Im oberen Bereich wird das Gelände steiler, einzelne Passagen sind seilversichert. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Kondition sind erforderlich. Bei Nässe, Nebel oder Altschnee ist besondere Vorsicht geboten.
Vom Gipfel des Hohen Freschen bietet sich ein weiter Blick über das Rheintal, den Bodensee, den Bregenzerwald und zu den Schweizer Bergen. Der Abstieg erfolgt über die Südseite zum Freschenhaus oder alternativ über den Valüragrat zurück nach Ebnit. Die Tour kann als lange Tagestour oder als Teil einer zweitägigen Rundtour mit Übernachtung am Freschenhaus geplant werden.






















