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8 Dinge, die man jetzt daheim erledigen kann…

| Berge

Ob Coronavirus, Urlaub oder einfach nur Freizeit: Im März und April ist die Wintersaison oft schon vorbei und die Sommersaison lässt noch auf sich warten. Hier unsere 5 Tipps, was ihr jetzt tun könnt, um die Wintersaison abzuschließen und fit und gerüstet in die Sommersaison zu starten.

1. Ausrüstung der Wintersaison einmotten 

Die Winter-Saison ist vorbei und auch mit Skihochtouren wird es voraussichtlich eher nichts. Also kann man sich dieses Jahr auch mal die Zeit nehmen, Sie, Schneeschuhe, Winterschuhe und die Winterklamotten mal nicht einfach in den Keller zu schmeissen, sondern gleich die nächste Saison vorzubereiten. 

Ski freuen sich, wenn sie frisch gesäubert und gewachst und evtl. sogar mit geölten Kanten in den dunklen Keller dürfen. Abgebrochene Teile oder kaputtes Zubehör kann man jetzt gut ersetzen.

Schneeschuhe freuen sich auch über etwas Wasser und Seife, die den Dreck der Wintersaison entfernt. Winterschuhe kann man jetzt auch säubern und Lederschuhe z.B. mit Imprägnierwachs neu fetten. Schuhe mit GoreTex-Membran oder Konkurrenzprodukten lassen sich mit speziellem Reinigungsgel sehr effektiv reinigen und anschließend imprägnieren. 

Kletterseil waschen, Klamotten waschen und imprägnieren, jetzt wäre Zeit ;-)

2. Ausrüstung waschen

Jetzt, wo die Waschmaschine nicht immer mit Arbeitsklamotten verstopft ist, ist die Zeit seine Outdoor-Klamotten mal wieder zu entsinken und neu zu imprägnieren. Die alte Hardshell-Regenjacke hält dann vielleicht auch nochmal zwei oder drei Jahre aus.

Aber nicht nur Klamotten, sondern auch die restliche Ausrüstung freut sich über etwas Wasser und Seife, z.B. kann man auch die Kletterseile jetzt vom Schmutz des korsischen Sandes oder dem Chalk aus der Kletterhalle befreien: Einfach das Seil mit Synthetik-Waschmittel in max. 30 Grad warmes Wasser geben, das Seil etwas mit der Bürste bearbeiten und anschließend in einem dunklen, warmen Kellerraum zum Trocknen legen (nicht aufhängen!).

Der neue Gaskocher im Test.

3. Ausrüstung für die Sommersaison ausprobieren

Der neue Gaskocher, das Zelt, der Wasserfilter, Karte und Kompass und all die Dinge, die man schon seit Jahren mal ausprobieren wollte. Jetzt ist Zeit zum Ausprobieren und auf die nächste Saison vorbereiten: Den Kaffee zuhause mal mit dem Gaskocher kochen, das Zelt im Wohnzimmer aufstellen und Schlafsack und Isomatte testen. Notfalls auch den Rucksack packen und das Zelt früh ab- und abends wieder aufbauen. Übung macht den Meister – und das ganze schafft auch etwas Abwechslung. Übrigens auch für Kinder: Einfach das Zelt im Kinderzimmer aufbauen und die Nacht mit den Kindern verbringen.

Und auch die Sport- und Outdoorgeschäfte freuen sich aktuell über Beschäftigung: Bestellt jetzt mal was, was ihr eigentlich im Sommer anschaffen wolltet und helft den Sportgeschäften durch die Krise. Auch die kleinen Sportgeschäfte vor Ort bieten mittlerweile einen Lieferservice an. Es muss also nicht immer Amazon sein…

Abendliche Joggingrunde – in Bayern auch bei Ausgangsbeschränkung erlaubt.

4. Kondition aufbauen 

Joggen, Radfahren, Rudern, Crosstrainern, Yoga oder Training ohne Geräte… alls das geht auch in der Quarantäne. Man muss sich nur vom Sofa aufraffen und seine wertvollen Traingsgeräte nutzen. Inspiration gibt’s wie immer im Netz, in Büchern oder telefonisch von Freunden. Hört euch einfach mal um, was die anderen so treiben…

Ein anderes Thema ist Trittsicherheit. Hierfür gibt es ein paar einfache Übungen, die man zuhause durchführen kann, um einerseits den Tritt zu schulen, die entsprechende Muskulatur aufzubauen. Hierfür nutzt man entweder ein Kissen, Sofapolster oder ähnliches. Nun balanciert man abwechselnd für mehrere Sekunden auf einem Bein. Zuerst nur wenige Sekunden, dann mit Steigerung. Dabei bewegt man den Oberkörper jeweils nach vorne und hinten und auch seitlich. Wer das ganze lieber etwas professioneller angehen will, kann auch ein Balance- oder Sensoboard nutzen und seine Muskulatur entsprechend trainieren.

Der Hochvogel im Allgäu – vielleicht ein Ziel für den Herbst?

5. Inspiration finden

Netflix, Amazon und Disney+ bieten auch für Bergfexe gutes Programm. Aber natürlich findet man auch z.B. beim Bayerischen Rundfunk im Archiv von Bergauf Bergab genügend Inspiraiton für die Zeit nach Corona. Blogs wie mehr-berge.de helfen natürlich auch durch die fade Zeit und bieten vielfältige Ideen für den Sommer.

Das Leopold Happisch Haus im Tennengebirge
Das Leopold Happisch Haus im Tennengebirge

6. Touren für den Sommer planen

Tourenberichte und Blogs lesen, Online-Plattformen wie Alpenvereinaktiv/Outdooractive, Komoot & Co. nutzen und die Touren für die Sommersaisonplanen- Dabei vielleicht mit Alternativen planen, falls eine Reise nach Südtirol, Frankreich oder ins weitere Ausland nicht möglich ist, z.B. auf dem E8 von Eichstätt nach Passau…

Sinterterrasse im Kaisinger Tal
Sinterterrasse im Kaisinger Tal bei Greding im Naturpark Altmühltal

7. Das Umfeld erkunden

Auch im eigenen Umfeld gibt es meist Dinge, zu entdecken, für die man sonst gar keine Zeit findet – weil man ja in den Berge unterwegs ist. Der Wald vor das Haustüre, kleine Wanderungen im näheren Umkreis, für Kinder kleine Bäche, etc. Vor die Türe gehen und auslüften ist wichtig – für einen selbst und auch für die Familie.

8. Kontakte knüpfen und pflegen

Eure Bergfreunde sitzen auch alle zuhause? Dann nehmt einfach mal das Telefon in die Hand und meldet euch mal! Noch nie war so viel Zeit zum Telefonieren wie jetzt ;-) 

Natürlich freuen sich auch eure Faceook. und Whatsapp-Freunde über positive Nachrichten oder euren Traingsfortschritt auf dem Hometrainer…

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