Ein Wochenende Pustertal

Unterwegs im Pustertal

Grüne Wiesen, Wälder und sonnendurchflutete Hochplateaus kennzeichnen das untere Pustertal, das Hochpustertal dagegen ist besonders für die schroffen Spitzen der Sextner Dolomiten bekannt: allen voran natürlich die Drei Zinnen – bei Fotografen, Wanderern, Kletterern, Ausflüglern und Naturliebhabern gleichermaßen beliebt.

Wir machen uns auf den Weg nach Vintl/Sergs Nähe Brixen, um einige Tage im Pustertal Kraft zu Tanken und beim Wandern Kräfte freizusetzen. Mit dem Auto geht’s zum Stöckelhuberhof, ein Urlaubsbauernhof mit Ferienwohnung, Milchkühen, Katzen, Hühnern und einem netten Hund.

Für Wanderlustige gibt es hier eine unzählige Auswahl an Wegen und Steigen, die auch zum Mountainbiken und Nordic Walking bestens geeignet sind. Mit der pustertaler Gästekarte, der „Almencard“, lassen sich im Sommer alle Bergbahnen der Almenregion Gitschberg-Jochtal kostenlos benutzen und somit die eigene Reichweite noch etwas ausdehen.

Der nächste Morgen bietet uns eine umwerfenden Aussicht ins Puster- und Eisacktal. So fällt uns die Auswahl schwer. Letztendlich entscheiden wir uns für zwei einfache Touren und machen uns gestärkt mit frischer Kuhmilch von unseren tierischen Nachbarn auf den Weg:

 

 

Tour 1: Von Meransen zum Seefeldsee (5h)

Der erste Ausflug führte vom 14 km entfernten Meransen durch das zauberhafte Altfasstal (1.600 m).  Hier liefert uns die Natur und die Aussicht die Entspannung, die wir schon so lange gesucht hatten.

Für Familien und Kinder ist die Tour bis zum Talschluss mit Spielplatz, Klettermöglichkeiten und viel Grün zum Spielen und Austoben unbedingt geeignet. Wandererfahrene steigen weiter bis zum Seefeldsee hoch. Auf dem Weg gibt es einige Einkehrmöglichkeiten und man sollte sich unbedingt stärken, wenn man vorhat zum Großen Seefeldsee (2.275 m) oder auf den 2.724 m hohen Seefeldspitz weiter zu wandern.

Wer nicht mehr denselben Weg zurück zum Parkplatz nehmen möchte, biegt in der Nähe der Wieserhütte auf den Weg Nr. 16B, der an die Weggabelung nahe des Parkplatzes führt.

Ausgangspunkt: Parkplatz Altfasstal, Meransen
Weg: Parkplatz Altfasstal – Großberghütte – Wieserhütte – Pranterstadelhütte – Seefeldsee – Pranterstadelhütte – Wieserhütte – Großberghütte – Parkplatz Altfasstal
Wegnummer: 15, Rundweg Altfasstal (Variante für Rückweg 16B, 16A)
Gehzeit: Aufstieg insg. ca. 2 ½ – 3 h
Höhenunterschied: 700 hm

 

 

Tour 2: Von Vals über das Rauhtaljoch zur Brixner Hütte (5,5h)

Am Talschluss des Valser Tales beginnt diese Tour. Nach wenigen Minuten ist bereits die Fane Alm erreicht.

Die Fane zeigt sich wie ein kleines Dorf: Wohnhütten, Heuhütten, Viehställe, eine kleine Kirche und mehrere Almschenken von grünen Wiesen umgeben. Das macht die Fane-Alm auch zu einer der bekanntesten Almen des Landes. Von dort geht es zum höchsten Punkt der Wanderung, auf das Rauhtaljoch mit 2.800 Metern zwischen Wilder Kreuzspitze und Blicken-Spitze.

Wanderer mit besonders guter Kondition und einiger Bergerfahrung können von hier aus auf dem Weg Nr. 18 die Wilde Kreuzspitze besteigen. Der Weg ist nicht schwierig, aber es sind dafür nochmals 330 Höhenmeter zu bewältigen. Der Gipfel belohnt die Mühen des Aufstiegs mit einer herrlichen Aussicht. Eine weitere Möglichkeit ist der Aufstieg zum Wilden See über die Labesebenalm (Weg Nr. 18, Gehzeit: 2:30 Stunden).

Wir bleiben aber bei der gemütlichen Runde: Am Fuße der Blickenspitze wandern wir schließlich bis zur Brixner Hütte, wo wir uns bei einem Glas Südtiroler Wein in uriger Atmosphäre von den Anstregungen der Wanderung erholen können.

Ausgangspunkt: Parkplatz am Ochsensprung
Dauer: 4h 50min
Länge: 11,5 km
Höhenmeter: 1146 m
Höhenmeter bergab: 588 m

Anreise

Das Pustertal erreicht man von München in rund 4 Stunden über die Brenner-Autobahn und die Ausfahrt „Brixen – Pustertal“. Dann weiter über Bruneck nach Toblach.

Unterkunft

Wir haben bei Familie Huber im Stöckelhuberhof in Sergs genächtigt. Hier gibt es eine komplett eingerichtete Ferienwohnung und auf dem Hof zahlreiche Tiere mit denen nicht nur Kinder gerne ihre Zeit verbringen wollen. Auch für Skifreunde ist der Stöcklhuberhof perfekt gelegen. Nur 8 km entfernt befindet sich das Skigebiet Gitschberg-Jochtal wo man im Winter Skispaß vor einer traumhaften Bergkulisse erleben können.

Sonst Unterkünfte in Hotels, Pensionen, sowie Restaurants und urige Gasthöfe aller Preis- und Komfortstufen im gesamten Pustertal.