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Das Immer-dabei-Boot: Das KLYMIT LITEWATER DINGHY

Ob klein auf Tour im Rucksack mit dabei oder platzsparend für den Urlaub im Minicamper: Mit nur knapp einem Kilo Gewicht und einem Packmaß von 23x12cm ist sich das KLYMIT LITEWATER DINGHY auf unseren Touren seit diesem Frühjahr immer dabei.

Das sagt der Hersteller:

Das LITEWATER DINGHY ist ein Schlauchboot mit einem Packmaß von der Größe einer 1,5ltr Wasserflaschen und wiegt dabei nur 992 Gramm. Es eignet sich perfekt für einfaches Paddeln und für kleinen Touren auf ruhigen Gewässern. Man sitzt im LITEWATER DINGHY relativ  hoch und kann entspannt den sonnigen Tag auf dem Wasser genießen. Das oben und unten verwendete 210D Ripstop-Gewebe ist sehr robust und zum problemlosen Aufpumpen kann der mitgelieferte Packsack benutzt werden.

Maße:203 x 114 cm
Packmaß:23 x 12 cm
Gewicht: 992 g
max. empfohlene Zuladung158 kg
Raft Rating Class 2, USAEinsatz bei mildem Flachwasser bis zu kleine Wellen.
Material:210D Ripstop Polyester 
Garantie: Lebenslange Garantie

Der erste Test:
„Der langsamste Fluß Bayerns – die Altmühl“

Am Muttertag machen wir uns auf dem Weg ins Altmühltal und parken bei Dietfurt im Altmühltal. Vor ein paar Jahren haben wir von einem Nachbarn ein schon etwas älteres Boot für zwei geschenkt bekommen. Als Ergänzung für den Rest der Familie nutzen wir heute zwei Dinghys. Nach wenigen Minuten sind die zwei Dinghys mit den mitgelieferten Pumpsäcken gefüllt. Hierzu wird das Einlass-Ventil geöffnet und der Pumpsack auf das Ventil gestöpselt. Den Sack kurz schütteln, sodass sich dieser mit Luft füllen kann und dann von oben her einrollen. So presst man die Luft in das kleine Boot bis es prall gefüllt ist. Voll gefüllt wirkt das kleine Schlauchboot etwas unförmig, sobald man im Boot sitzt, gibt sich das aber. Der Pumpsack dient bei Bedarf als wasserdichte Hülle für Rucksack, Schuhe oder sonstige Ausrüstung.

Vor dem Einstieg schmeiße ich noch unser zweites Testobjekt des Tages ins Boot: Den Ortlieb Atrac: Ein wasserdichter 45l-Ruckack, gefüllt mit Wechselklamotten, Brotzeit und Süßem für die Kinder. Alleine Unterwegs wäre in den 45 Litern auch noch Platz für Schlafsack, Isomatte und Gaskocher. Ideal für eine mehrtägige Paddeltour zum Beispiel die Altmühl weiter hinunter.

Für heute liegt aber nur eine kleine Paddeltour bis nach Pappenheim vor uns. Während das 2er-Kanadier davon zieht, kostet uns das Paddeln schon etwas mehr Kraft. Die Altmühl fließt gerade bei Niedrigwasser recht behäbig dahin, zwar ideal für Einsteiger, aber auch Kräfteraubend. Vier Kilometer kämpfen wir uns auf dem teilweise fast stehenden Gewässer dahin, beobachten Schwäne, Biber, Fische und so manchen Vogel bevor wir Pappenheim erreichen. Die Kinder wechseln immer wieder zwischen Kajak und Dinghy hin und her, während ich das Dinghy bis zum Ende steuere. In Pappenheimern angekommen schnüre ich die Laufschuhe und laufe die fünf Kilometer zurück nach Dietfurt und hole das Auto. 

Erstes Fazit: Das kleine Schlauchboot lässt sich gut steuern und bietet ausreichend Platz für einen Erwachsenen und Gepäck. Es eignet sich für langsam fließende Gewässer und Seen ganz gut -vorausgesetzt man will nur etwas umherpaddeln. Als Reiseboot eignet es sich bauartbedingt eher weniger. Dafür ist es ja eigentlich ein „Packraft“, der Fokus liegt eindeutig auf Leichtigkeit und Packmaß.

Der zweite Test:
„Packrafting Mainschleife“

An einem Wochenende an der Mainschleife bei Volkach nutzen wir die Packrafts ein weiteres Mal. Der Main fließt hier ein einer weiten Schleife durch die fränkischen Weinberge während der große Schiffsverkehr auf dem Mainkanal fährt. Wir starten unterhalb von Volkach und paddeln die nächsten drei Stunden auf leichter Strömung dahin. Auch hier zeigt sich, dass das Dinghy eher für kleinere Paddelausflüge und die Überquerung von Seen bei längeren Wanderungen geeignet ist, denn zum Flusswandern auf langsamen Flüssen. Das Paddeln mit den kleinen Dinghys macht trotzdem richtig Spass. Und beim Umtragen nimmt man das Dinghy einfach aus dem Wasser und trägt es wie eine Luftmatratze durch die Gegend. Sehr viel angenehmer als ein schweres Kanu.

Auch beim Ausstieg ist das kleine Packraft recht angenehm: Nach ca. 15-20 Minuten in der Sonne ist der Stoff getrocknet und man kann die Packrafts wieder einrollen und in den Rucksack packen.

Vorteile

  • Geringes Gewicht (1kg)
  • Kleines Packmaß (1,5l)
  • Dank Pumpsack schnell abgeblasen
  • Pumpsack dient als Dry Sack
  • Wendig
  • Trocknet schnell

Nachteile

  • Schlechter Vortrieb im Gegensatz zu normalem Kajak/Kanu
  • Durch die Bauform bedingt wird das Boot nicht überall als Kajak/Kanu akzeptiert, Sondergenehmigung für Befahrung bestimmter Flüsse wie z.B. der Wiesent notwendig.

Verfügbarkeit

Das Klymit Lightweight Dinghy gibt’s für 219,95€ im gut sortierten Outdoor-Fachhandel, auf Amazon.de oder im Klymit Online-Shop.

Fazit

Ein Boot zum immer dabei wie das Klymit Dinghy hat den Vorteil, dass man auch spontan zum Paddeln gehen kann. Ob auf einem Fluss wie der Altmühl, Main, Wiesent, Raab oder Regen… auf einem bayerischen See, am Gardasee, Iseosee oder Lago Maggiore – oder entlang der korsischen oder sardischen Küste. Keine vorherige Reservierung notwendig. Boot auspacken, mit dem Packsack als Pumpsack aufpumpen, Paddel zusammensetzen und los geht’s. Und Paddeln kann man solange man möchte, nicht solange der Verleiher Lust hat.

Das Klymit Lightweight Dinghy ist dabei ein wendiges, platzsparend zu verpackendes und durchaus robustes Leichtboot, das sogar im Reisegepäck unseres Minicampers nicht groß ins Gewicht fällt. Auch für Wandertouren mit Überquerungen von Seen oder Packrafting-Touren im leichten Wildwasser ist das nur ein Kilo schwere „Boot“ sehr gut geeignet, ein Reisekajak sollte man aufgrund der Bauweise allerdings nicht erwarten.

Hinweis: Die zwei Packrafts wurden uns übrigens auf unsere Anfrage hin vom Hersteller bereitgestellt. Unsere Meinung und diesen Artikel beeinflußt hat dies nicht.

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