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Unterwegs mit dem Wohnmobil: Unsere Lieblingsplätze auf Korsika

| Berge, Camping, Wohnmobiltouren

Korsika ist unsere Lieblingsinsel im Mittelmeer: Wilde Küsten mit kleinen Stränden im Westen, lange Sandstrände im Osten, dazwischen Berge mit bis zu 2.700 Metern Höhe. Hier lässt sich ideal der Strandurlaub für die Frau Mama mit Schnorcheln für die Kinder und ausgiebigen Wanderungen für den Herrn Papa kombinieren. Die Kombination mit französischer Mentalität und Küche ergibt eine mediterrane Mischung, der nur wenige widerstehen können.

Korsika ist aber auch das Land der Kleinbus-Wohmobilisten: Mit dem VW-Bus oder dem ausgebauten Fiat Scudo fühlt man sich auf den kurvigen Bergstrassen der Insel gerade noch wohl, mit größeren Wohnmobilen bangt man bei engen Strassen und hervorragenden Felsen doch recht oft um das eigene Wohl und das des womöglich gemieteten Wohnmobils. Was es auf Korsika aber im Juli und August praktisch nicht gibt: Plätze zum Wild campen. Auf der Insel wird man in der Ferienzeit mit gutem Gewissen zumeist Wohnmobilstellplätze und Campingplätze ansteuern.

Hier unsere Favoriten auf der
„Insel der Schönheit“ im Mittelmeer:

 

1. Ankommen: Bastia

Der beste Platz, um nach der Fähre anzukommen ist für uns der Campingplatz San Damiano bei Biguglia. Nach der Fähre (mit höheren Wohnmobilen auf der rechten Spur einordnen, auf der linken Spur kommt ein Tunnel mit max. 2,40m Höhe!) folgt man der Hauptverkehrsstrasse immer in Richtung Süden/Aleria/Ajaccio und biegt nach rund 15 Minuten Fahrt in Richtung Etang de Biguglia ab. Nun der Strasse noch ca. 5 Minuten und mehreren Kurven folgen bis auf der linken Seite der Campingplatz und der zugehörige Campingplatz erscheint.

Nach Checkin und Platzsuche kann man entweder direkt ins Meer springen, den Pool besuchen (Badehose, keine Shorts!), seine Vorräte im gut ausgestatteten Supermarkt auffüllen oder das sehr gute (aber nicht unbedingt kostengünstige) Restaurant „La Pagode“ besuchen.

2. Bergdörfer und Gumpen: Das Asco-Tal

Korsika ist für sein bergiges Hinterland, schöne Bergdörfer und Badestellen in strahlend blauem Bergwasser bekannt. Für uns eines der schönsten Täler ist das Asco-Tal. Das Asco-Tal liegt im nördlichen Teil der Insel zwischen Ponte Lecchia  und der Nordküste.

Der Campingplatz Tizarella liegt direkt am Eingang in das Tal. Die Plätze sind allesamt unter Bäumen, ein kleiner Pool und ein Restaurant mit leckeren französischen Speisen direkt am Platz. Direkt am Campingplatz gibt es eine große Gumpe, in der man mit der ganzen Familie baden kann. Gegenüber liegt eine kleine Schildkrötenfarm, ein kurzweiliger Besuch für die kleinen.

Vom Campingplatz kann man gut das Asco-Tal erkunden: Entweder badend in den Gumpen oberhalb von Asco, wandernd durch das Tassineta-Tal, bei einer Besteigung des Monte Cinto vom Haut-Asco (hier gibt es auch ein Hotel/Restaurant mit guter lokaler Küche) oder im Klettersteig (privater Klettersteig – wie alle Klettersteige auf der Insel gebührenpflichtig).

3. Auf den höchsten Berg der Insel:
Der Monte Cinto von Lozzi

Der Monte Cinto lässt sich von drei Seiten ersteigen, entweder von Haut-Asco, von … oder von Lozzi. Der Weg von Lozzi ist der kürzeste, aber auch anstrengendste und erfordert alpine Erfahrung: Zuerst geht es fast 2 Stunden auf einer Schotterpiste hinauf, dann an der unbewirtschaftetetn Ercu-Hütte vorbei und dann in felsigem Gelände teilweise ohne Markierung aufwärts bis zum Gipfel. 10 Stunden benötigt man für die Wanderung von Lozzi, einem kleinen Weiler mit 2 Campingplätzen oberhalb des Stausees von Calacuccia mitten in den korsischen Bergen gelegen.

Unser Lieblings-Campingplatz hier im kargen Landesinneren ist der Campingplatz „L’Arimone“. Ein kleiner, etwas in die Jahre gekommener Platz, der aber durch den Charme des auch schon etwas älteren Besitzers und seine Einsamkeit besticht. Hier kann es vorkommen, dass man mitten im August eine Nacht alleine verbringt (auch der Campingplatz „Monte Cinto“ nebenan ist oftmals nicht besser besucht). Wer hier übernachtet, will zumeist nur eines: auf den Monte Cinto. Dafür nimmt man auch einmal die etwas älteren sanitären Anlagen in Kauf. Dafür bekommt man beim Besitzer Brot und Getränke und auch einen netten Plausch.

4. Klettern und Strand in einem: Porto

Porto ist ein kleines Dorf an der Westküste, das sich vom heruntergekommenen Örtchen zum Touristenmagnet mit Restaurants, kleinen Läden und Tauchschulen für den nahen Marine-Nationalpark Scandola gewandelt hat. Eine Besonderheit im Ort ist das Klettergebiet, die sich direkt am Kiesstrand des Ortes befindet: Hier kann man als Familie ideal klettern, baden und schnorcheln verbinden.

Ein einfacher Campingplatz ist der „Camping Communal“ nur in etwa 500 Meter von Strand und Ortszentrum entfernt. Hier sucht man sich einen Platz unter den krumm gewachsenen Bäumen. Die einfachen sanitären Anlagen sind zumeist einigermaßen sauber. Dafür kostet der Platz nicht viel und man findet immer einen Platz.

5. Die alte Hauptstadt: Corte

Corte in der Inselmittel ist die ehemalige Hauptstadt und Universitätsstadt. Corte ist auch das alpine Zentrum der Insel: Von hier kann man in alle Richtungen zu interessanten Wanderungen starten, z.B. ins Restonica- oder ins Tavignano-Tal.

Ein kleiner, gemütlicher Campingplatz, der auch viel von Wanderern angelaufen wird, ist der Campingplatz „Chez Bartho“ unterhalb der Burg am Einstieg ins Tavignano-Tal. Eine kleine Badegumpe unterhalb bietet nach der Wanderung eine schöne Erfrischung. Vorsicht: Enge Zufahrt durch die Altstadt und kleine Plätze, maximal VW-Busgröße.

 

Seid ihr auch schon mit dem Wohnmobil auf Korsika gewesen und habt auch einen Tipp für uns?
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