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Ganz hinten im Ötztal: Der Obergurgler Klettersteig

| Berge, Klettersteig

Zwischen den Seilbrücken

Zum Abschluss unserer Hochtourenkurses bei der SafetyAcademy ging es für uns (Thomas., die Kathi/das Bergbambi und den Dennis von abenteuersuechtig.de) -unabhängig vom Kurs- noch in den Obergurgler Klettersteig. Dieser ist mit 45 Minuten Gehzeit und in etwa 300 Meter am Seil nicht besonders lang, aber durch die abwechslungsreichen Abschnitte durchaus einen Besuch wert. In Kombination mit den anderen Klettersteigen des Ötztals ergibt sich ein langer Klettersteigtag oder ein entspanntes Klettersteigwochenende.

Der Einstieg zum Klettersteig befindet sich gut beschildert auf dem Weg zum Obergurgler Zirbenwald – einem ca. 20 ha großen Zirbenbestand mit zum Teil weit über 300 Jahre alten Zirben. Auf dem Zirbenweg kann man entlang des Rotmooswasserfalls auch hinauf zur Schönwieshütte laufen und dort die Aussicht auf die Gletscher genießen. Für uns geht es nach dem Einstieg aber gleich über die erste mit Holztritten ausgestattete Hängebrücke über die Gurgel Ache. Für erste Tiefblicke und ein paar spannende Ausblicke ist gesorgt.

Rückblick zur Brücke am Einstieg

Rückblick zur Brücke am Einstieg

Am Einstieg unkt ein Vater vor seinen drei Kindern noch, ob wir für Sie auch schnell genug wären und hetzt uns vor sich über die Brücke. Nach der Brückenquerung ist von ihm und seiner Familie aber lange Zeit nichts zu sehen. Naja, ob das jetzt hätte sein müssen?

Nun folgen einige Wandquerungen, die allesamt gut mit Eisen ausgestattet sind und nicht allzu viel Muskelschmalz verlangen (B/C). Bevor die nächste Seilbrücke auf uns wartet – für mich die erste Seilbrücke im alpinen Gelände und auch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber der Dennis und die Kathi sind schon vorneweg und eine Blöße will man sich natürlich auch nicht geben…

Die zweite Seilbrücke

Die zweite Seilbrücke (mit dem Dennis von abenteuersuechtig.de)

Ab dem Ausstieg der zweiten Seilbrücke beginnt das längste Kletterstück, in dem auch die Schlüsselstelle (C/D) liegt. Allesamt aber gut versichert und mit ausreichend Eisentritten ausgestattet. Die Schlüsselstelle kann man auch am Seil umgehen oder auch den Notausstieg nutzen. Die Schlüsselstelle ist aber nur wenige Meter hoch und dann folgt auch schon die Schlusswand (B) bevor man oberhalb des Klettersteig gemütlich auf der Wiese oder einer Bank oberhalb sitzen und verschnaufen kann.

Von der Familie hinter uns ist die nächsten 20 Minuten nichts zu sehen, aber Hauptsache etwas von hinten gestresst… naja… für uns geht es wieder abwärts und zurück zum Auto.  Alternativ kann man auch links zurück zum Einstieg und dann weiter zur Schönwieshütte.

Die Ausstiegswand

Die Ausstiegswand

Fazit: Familien-geeigneter Klettersteig (mit Kindern ab ca. 10 Jahren) mittlerer Schwierigkeit (B/C, kurze Stück C/D, das man aber einfach umgehen kann). Gut mit den anderen Klettersteigen im Ötztal (Stuibenfall, Lehner Wasserfall,  Längenfeld, etc.) zu kombinieren.

Infos

Geeignet für:
alle Klettersteiggeher, Einsteiger, Familien mit Kindern ab ca. 10 Jahre (Hintersicherung bei Kindern mit weniger als 40kg nicht vergessen!)

Talort:
Obergurgl im Ötztal

Parken:
im Ort (kostenpflichtig) oder an der Gondelbahn (kostenfrei)

Einkehr:
Schönwieshütte (ca. 45 Minuten oberhalb des Klettersteigs), verschiedene Einkehrmöglichkeiten in Obergurgl

Unterkunft:
Hotel Alpenaussicht oder andere Unterkünfte aller Preisklassen in Obergurgl oder im Ötztal.

Eine Antwort zu " Ganz hinten im Ötztal: Der Obergurgler Klettersteig "

  1. […] Inhalte zum Teil nun auch auf meiner „To-Do-Liste“ gelandet sind. Beginnend mit dem Obergurgler Klettersteig (Ötztal), den Thomas auf Mehr-Berge.de mit einigen tollen Bildern […]