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Am Eibgrat: Gratkraxeln in der Fränkischen Schweiz

Der Eibgrat (oder Eibengrat) ist ein 1,5 Kilometer langer Felsenkamm in der Fränkischen Schweiz – ein leichter Klettersteig und eine abwechslungsreiche Kraxelei für alle trittsicheren und schwindelfreien Wanderer.

Wir beginnen unsere Wanderung am Parkplatz am Spieser Skilift – der Parkplatz direkt am Eibgrat ist oft schon früh voll belegt und so parkt es sich in Ruhe. Gegenüber auf der anderen Straßenseite führt ein Feldweg am Wald entlang zum Parkplatz am Eibgrat. Eine wunderschöne Wanderung im bunt-gefärbten Herbst-Wald erwartet uns. 

Am Parkplatz und der Infotafel folgt man dem Weg rechts weiter am Wald entlang. An einer Picknickbank angelangt, hat man auch schon fast den Fels erreicht. Ein kleiner Weg führt links in den Wald und auf den Felsen des Eibgrats zu.

Ab hier geht es die nächsten 1,5 Kilometer immer wieder über kleine Felsstufen auf und ab über den Grat. Mal mit kleinen Kraxelstellen, mal einfach als Steig. Die Hände als Hilfe sind immer wieder notwendig. Die Trekkingstöcke lässt man lieber zuhause oder am Rucksack verstaut.

Gerade bei feuchtem Wetter und im Herbst muss man auf den rutschigen Felsen, Steinen und Wurzeln aufpassen, damit man nicht aus- und abrutscht. So ergeht es auch einem älteren Herrn hinter uns, der sich an einem Abstieg nicht mehr halten kann und uns samt Kindern fast mit in die Tiefe reisst. Zum Glück können wir uns selbst abstützen und den Stürzenden abbremsen ohne dass jemand groß verletzt wird. Abstand hilft hierbei nicht nur gegen aktuell vorherrschende Viren, sondern auch um sich selbst und andere nicht zu verletzen.

Durch eine engere Stelle an zwei Felsen vorbei, geht es über einen Abstieg in eine Senke hinein. Der erste Teil des Eibgrats liegt hinter uns und größere Felsbrocken laden zur einer ersten Rast ein.  Danach geht es weiter an mehreren Felsgruppen entlang, mal links, mal rechts und immer wieder über Felsen bei denen man Hand anlegen muss. Teilweise schon fast alpin ausgesetzt. Kleine Kinder nimmt man hier entweder an die Hand oder besser ans Seil.

Etwas kniffelig wird es kurz vor dem Ende: Es geht steil auf dem Waldboden einige Meter hinab und dann zurück an den Fels querend ein paar Meter wieder hinauf. Seilversicherungen gibt es am ganzen Grat keine. Für Geübte sind diese auch nicht notwendig – alle anderen sollten überlegen, ob nicht ein einfacherer Wanderweg geeigneter wäre.

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Über eine Eisentreppe erreichen wir den höchsten Punkt des Eibgrates. Hier erwartet uns ein  Rastplatz mit schöner Aussicht auf die Eibtaler Wand. Weiter auf dem Weg, kann man bei einem Fernblick rechter Hand durch die Bäume die Burgruine Hohenstein erkennen. Beim Abstieg geht es nochmal über mehrere Felsen auf und ab bis man zum Schluß noch durch einen engen Durchschlupf kriecht. Von hier aus geht es mit der blauen Markierung nach links hinunter. Über Feldwege geht es entweder zurück zum Parkplatz oder auf einen Abstecher zum Waldgasthof Reuthof. 

Nimmt man den Weg rechts entlang zurück zum Parkplatz, kann man auch immer wieder den Kletterern in den Felswänden des Eibgrats bei ihren mehr oder weniger eleganten Zügen zusehen.

Information

Region: 

Fränkische Schweiz

Anfahrt:

Autobahn A9 bis Hormersdorf, parken in Spies am Wanderparkplatz am Eibgrat oder am Skilift Spies.

Notwendig:

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Schuhe mit fester Sohle, für kleinere Kinder evtl. Sicherungsseil und Gurt.
Kein Klettersteigset notwendig!

Einkehr:

Waldgasthof Reuthof

Literatur:

Fränkische Schweiz – Wandern & Einkehren: 50 Touren zwischen Bayreuth und Nürnberg, Rother Wanderbuch

Fränkische Schweiz: mit Oberem Maintal und Hersbrucker Schweiz. 50 Touren. Rother Wanderführer

Fränkische Schweiz MM-Wandern Wanderführer Michael Müller Verlag

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