Mini-Powderparadies: Skitour auf die Hochries

Nach den Schneefällen vor zwei Wochen mussten wir natürlich nochmal auf Tour. Die Hochries am Samerberg und auch Rosenheimer Hausberg stand schon länger mal auf dem Plan. Die Tour auf die Hochries ist eine einfache, mäßig steile Skitour, die auch bei größeren Neuschneemengen einlädt.

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Nach den Schneefällen vor zwei Wochen mussten wir natürlich nochmal auf Tour. Die Hochries am Samerberg und  auch Rosenheimer Hausberg stand schon länger mal auf dem Plan. Die Tour auf die Hochries ist eine einfache, mäßig steile Skitour, die auch bei größeren Neuschneemengen einlädt. Aufgrund der geringen Steigung auch für Anfänger geeignet. Der Weg zur Riesenhütte wird auch als Rodelbahn genutzt, die Tour ist auch für Schneeschuhgeher geeignet.

Vom Parkplatz Lederstube auf die Hochries

Vom Parkplatz Lederstube (Tagesticket 2€, am besten früh starten), nur rund 5 Minuten von der Autobahn München – Salzburg, starten wir auf der Rodelbahn entlang eines Bachlaufs hinauf bis zu einem gelben Wegweiser in Richtung Riesenhütte und Hochries. Hier wird’s kurzfristig steiler: Auf einem schmalen Wegstück geht es am Zellbodenhof vorbei bis zu einer kleinen Kapelle. Hier öffnet sich freies Almgelände und es kommt erste Vorfreude für die kommende Abfahrt auf.

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Wir steuern immer auf das Almkreuz am Ende der Schmiedhänge zu und folgen dem Weg in den Wald. Nach einigen kleineren Abfahrten und Gegenanstiegen treffen wir auf den Sommerweg und auch auf einen Wegweiser in Richtung Hochries. Geradeaus weiter geht es noch einige Meter bergauf bis wir ein Hochplateau erreichen. Hier geht es flach weiter und immer rechts haltend an den Abzweigungen in Richtung  Abereck und Predigtstuhl vorbei. Wer statt der Hochries und einigen Gegenanstiegen bei der Abfahrt lieber den Kessel zwischen Abereck und Predigstuhl befahren will (durchaus zu empfehlen) steigt hier links auf. 

Wir spuren im halben Meter Neuschnee weiter in Richtung Riesenhütte und Hochries. Bald treffen wir auf die Abfahrtspiste, halten uns aber links. In einer langen Schleife zieht der Weg durch den verschneiten Bergwald nach oben und trifft nach rund 15 Minuten wieder auf die Abfahrtspiste. Von hier geht es nochmal rund 15 Minuten bergauf bevor man die Riesenhütte erreicht und auch einen ersten Blick auf den Gipfel der Hochries erhascht.

Die Riesenhütte ist leider schon länger wegen Mängeln beim Brandschutz geschlossen.

Vorbei an den Hütten der Riesenalm geht es jetzt gerade auf den Gipfelaufbau zu. Nach einer kleinen Senke treffen wir auf den Aufstieg von der Hochries-Nordseite und es wird kurzfristig steil. Nach der Steilstufe geht es über den Nordostgrat wieder flacher dahin auf die bereits von weitem sichtbare Hochrieshütte zu.

Nach einer Gehzeit von rund 3 Stunden erreichen wir endlich die Hochrieshütte. Der Wind weht uns den Schnee vom Dach ins Gesicht während wir abfallen. Der Winterraum der Hütte wird von einigen Skitourengehern zum Aufwärmen genutzt, wir stapfen noch kurz für ein Foto durch den Tiefschnee hinüber zum Gipfelkreuz, bevor wir uns an die Abfahrt machen.

Abfahrt mit Gegenanstieg: Über das Abereck

Für die Abfahrt gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder entlang des Aufstiegs zurück mit kleinem Gegenanstieg an der Riesenhütte oder man nimmt noch einen längeren Gegenanstieg in Kauf und nimmt das Abereck noch mit. 

Hierfür folgt man der Abfahrt zuerst der Aufstiegsspur zurück und hält sich dann dort, wo der Aufstieg von der Oberwiesen-Alm bzw. Holzer-Hütte heraufzieht rechts. An der Oberwiesen-Alm fällt man wieder an und steigt entlang ideal geneigter Hänge hinauf zu Aberg-Alm und zum Abereck. Wer noch Kraft und Lust hat, kann hier natürlich nochmal einige extra Aufstiege anhängen und die genialen Hänge zwischen Abereck und Predigtstuhl befahren. 

Wir sitzen derweil für eine kurze Mittagspause auf der Bank vor der Aberg-Alm und sehen den Skitourengehern beim Aufstieg und der Abfahrt zu.

Für die Abfahrt gilt es nun noch die mittlerweile recht ausgefahrene Piste zum Abereck aufzusteigen. Auf der anderen Seite geht es schön durch den Wald hinab, nur auf dem engen Aufstiegsweg kurz vor dem Almkreuz gibt es einige kleine Senken und Zwischenanstiege. Alternativ kann man natürlich auch die Rodelbahn abfahren. Allerdings lässt man dann die genialen Schmiedhänge aus… An der Schmiedkapelle halten wir uns rechts und anschließend links auf den Bach zu. Mit einem beherzten Sprung geht es über diesen und auf der Rodelbahn wieder hinab zum Parkplatz.

Infos

Tour:

Parkplatz Lederstube – Riesenhütte – Hochries – Oberwiesen-Alm – Abereck – Parkplatz Lederstube

Aufstieg:

3h, 900hm (Hochries, bei Abfahrt zur Oberwiesen-Alm und Aufstieg zum Abereck zusätzliche 300hm/1h)

Anfahrt:

Autobahn München – Salzburg, Ausfahrt Frasdorf. Nach der Ausfahrt rechts nach Frasdorf. Im Ort vor der Kirche links in die Sagbergstraße. Rechts Richtung Lederstube und bis zum Ende der Straße zum gebührenpflichtigen Parkplatz  (2 Euro Parkgebühr pro Tag, Stand 2021).

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:

  • Hochrieshütte (1569 m), DAV Sektion Rosenheim.
  • Riesenhütte (1346 m) – aktuell geschlossen.

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Von Thomas

Schon von klein auf viel in den Bergen unterwegs sind Wandern, Skitouren, Schneeschuhwanderungen und alles rund um die Berge meine Hobbies. Vater von zwei nicht mehr ganz so kleinen Bergfexen und sozusagen der „Chef“ von mehr-berge.de ;-)